Fünfundzwanzigsterseptemberzweitausendundsechs -
ein rabenschwarzer Sonntag
Eigentlich waren die äußeren Voraussetzungen gut. Die Herbstsonne strahlte mit ganzer Kraft, zahlreiche Zuschauer beider Lager säumten den Sportplatz unterm Lochberg, die Bierbänke unter den Kastanienbäumen waren bevölkert und der TSV-Verpflegungs-Container war bestens bestückt. Und dennoch kündigte sich das Unheil schon lange vor Spielbeginn an. Sanft lehnten sich zwei – nicht mehr ganz so junge - Niederhofener Zuschauer an die Spielfeldbarriere, verfolgten gebannt die spannende Auseinandersetzung der beiden „Zweiten“ von Niederhofen und Kirchhausen, als urplötzlich und ohne Vorankündigung die komplette Barriere, die eigentlich zwei ganz normale mitteleuropäische Gewichtsklassen locker aushalten müsste, unter den beiden Freunden zusammenbrach und diese sich, so mir nix dir nix, auf dem Boden wiederfanden, wobei „der oine dem andera doabei a noa sei Tasse heißa Kaffee über d`frische Sonndichskleider gleert hat!“ War das nun schon ein böses Omen?
